Pfändungsschutzkonto (P-Konto)


Niemand gerät gerne in die Situation, dass er gepfändet wird. Dennoch gibt es unterschiedliche Umstände und Ereignisse im Leben, die nicht vorhersehbar sind und finanzielle Schwierigkeiten mit sich bringen.

Doch was fast niemand weiß: Jeder Kontoinhaber und Kunde der Bank hat das Recht und den Anspruch, dass er sein Gehaltskonto bzw. Girokonto als Pfändungsschutzkonto umschreiben lässt. Das Pfändungsschutzkonto – oder auch P-Konto – hilft dem Kunden in schweren finanziellen Zeiten.

Jeder Bürger hat das Recht auf ein P-Konto

Das Pfändungsschutzkonto – oder auch P-Konto genannt – ist ein Girokonto, das im Endeffekt denselben Nutzen mit sich bringt – nur der Name ist anders. Und auch der Schutz ist gewährleistet. Bei dem P-Konto schützt die Bank den Betrag von 1.045,04 Euro pro Kalendermonat.

Das bedeutet, dass dieser Betrag nicht gepfändet wird. Des Weiteren gibt es weitere Beträge – wie etwa das Kindergeld – das auf Nachweis freigegeben werden kann, sodass sich die Summe des geschützten Guthabens auf dem P-Konto erhöht.

Die neuen Richtlinien seit dem 10 Juli 2010

Das P-Konto dient seit dem 10 Juli 2010 als Schutz für den Kunden vor etwaigen Pfändungen. Bei einem “normalen” Gehalts- oder Girokonto gibt es keine Schutzwirkung mehr. Selbst Sozialleistungsempfänger erfahren nur noch mit dem P-Konto einen Schutz vor der Pfändung.

Früher reichten Kontoinhaber vor Gericht oder der Behörde einen Antrag für einen monatlichen Freibetrag ein, den somit der Gläubiger nicht pfänden durfte. Nun funktioniert die Situation einfacher – mit dem P-Konto schützt die Bank automatisch den monatlichen Betrag von 1.045,04 Euro.

Der monatliche Freibetrag von 1.045,04 Euro darf der Gläubiger nicht pfänden

indergeld oder weitere Beträge können sehr wohl hinzugerechnet werden. Hier benötigt der Kontoinhaber jedoch einen gesonderten Nachweis darüber. Es ist auch möglich Teile des Guthabens, welche dem Kunden überbleiben, in das nächste Monat zu transferieren.

Somit kann sich der Kunde sogar ein kleines Polster ansparen, den der Gläubiger nicht pfänden darf. Fakt ist – der Gläubiger erhält nur dann etwas von dem Konto, sofern der Beitrag von 1.045,04 Euro überstiegen wird. Jeder Bürger hat das Recht auf ein sogenanntes P-Konto.

Die Umwandlung des Kontos in ein P-Konto erfolgt kostenlos bei jeder Bank

Auch die Umwandlung der Bank von einem Girokonto in ein P-Konto erfolgt kostenlos und muss auf Wunsch des Kunden durchgeführt werden. Weitere Nachweise, wie etwa Kindergeld, dass das Guthaben erhöhen, müssen bestätigt sein und vorgelegt werden.